HINWEIS: Es gab leider einen Datenverlust auf der Wiki seite von Gentoo. Daher sind ein paar links nicht mehr richtig und der Verlinkte Inhalt ist leider auch nicht mehr verfügbar.

 

Amazon hatte ein günstiges Angebot für ein Lenovo IBM ThinkPad Z61m. Da konnte ich einfach nicht nein sagen !!

Hier ist mein Erfahrungsbericht mit diesem wunderbaren Laptop auf dem zur Zeit Windows XP und Gentoo läuft.

Ich betreibe zur Zeit nicht alle Möglichkeiten des Laptops wie zB. der Fingerabdruck Scan oder den Kartenleser, PCMCIA, Firewire und Modem. Wenn ich mal in der Lage bin das zu benutzen werde ich das Tutorial hier erweitern.

Diese Anleitung ist auch als Link auf Linux on Laptops zu finden.

Vorbereiten der Festplatte

Lenovo liefert keine System CD von Windows mit.
Es gibt aber die Möglichkeit das System zu sichern und zwar mit der Erstellung der System CD unter Windows oder mit ähnlichen Tools. Dies sollte man schon machen, da auch die IBM und Lenovo Software mitgesichert wird sowie alle Treiber.
Wenn man nun sich entschieden hat Windows noch auf dem Laptop zu behalten und Gentoo auf eine extra Partition zu installieren, sollte man die Windows Partition vorher  mit Partition Magic verkleinern. Dabei ist zu beachten, dass es noch eine 5GB Partition vorhanden ist, die man am Besten nicht löscht, denn dann funktioniert der ThinkVantage Knopf nicht mehr. Dies sollte man auch beachten wenn man sich entschliesst, Windows komplett zu löschen.
Mit diesen Sachen im Hinterkopf kann man sich ohne Probleme an das Partitionieren anhand des Gentoo Handbuches machen.

HINWEIS: Es handelt sich um eine SATA Festplatte und daher wird diese mit /dev/sd(x) angesprochen.

 

Installation von Gentoo

Da sich zu dem Zeitepunkt der Installation von Gentoo die LiveCD leider nicht in dem Zustand befand eine Installation durchzuführen, musste ich die Gentoo 2007.0 Minimal CD/InstallCD (x86) nehmen und nach dem "normalen" Installationshandbuch vorgehen.

Fand dies aber nicht so schlimm, da mir diese Art von Installation eh besser gefällt.

Die Installation ist mit der zurhandname von Gentoo Linux x86 Handbook ohne weiteres durchzuführen.
Ich werde hier die Schritte erwähnen bei denen ich Probleme hatte oder bei denen man was besonders beachten sollte.

Configuring the Kernel

Die von mir verwendeten Sourcen (zu dem Zeitpunkt der Installation) sind linux-2.6.22-gentoo-r8

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Processor type and features --->
Processor family (Core 2/newer Xeon)
 
Power management options (ACPI, APM) -->
[*] Power management support
ACPI (Advanced Configuration and Power Interface) --->
[*] ACPI Support
<*> AC Adapter
<*> Battery
<*> Button
<*> Video
<*> Fan
<*> Dock
<*> Removable Drive Bay (EXPERIMENTAL)
<*> Processor
<*> Thermal Zone
[*] Debug Statements
<*> APM (Advanced Power Management BIOS Support --->
[*] Make CPU Idle calls when idle
CPU Frequency scaling --->
[*] CPU Frequency scaling
<*> 'powersave' governor
<*> 'userspace' governor for userspace frequency scaling
<*> 'ondemand' cpufreq policy governor
<*> 'conservative' cpufreq governor
Networking --->
Wireless --->
<*> Generic IEEE 802.11 Networking Stack
<*> IEEE 802.11 WEP encryption (802.1x)
<*> IEEE 802.11i CCMP support
<*> IEEE 802.11i TKIP encryption
Device Drivers --->
<*> ATA/ATAPI/MFM/RLL support --->
[*] Generic PCI bus-master DMA suppor
<*> Intel PIIXn chipsets support
<*> Serial ATA (prod) and Parallel ATA (experimental) drivers --->
<*> AHCI SATA support
<*> Intel ESB, ICH, PIIX3, PIIX4 PATA/SATA support
Network device support --->
Ethernet (10 or 100Mbit) --->
[*] Ethernet (10 or 100Mbit)
[*] EISA, VLB, PCI and on board controllers
<*> Intel(R) PRO/100+ support

Das ist natürlich nicht die vollständige Liste, sondern nur Dinge die man zum vorläufigen Betrieb braucht.

System Logger

Hier nehme ich sehr gerne metalog.

emerge metalog
rc-update add metalog default

 

make.conf

Die USE Variable ist für ein Gnome System optimiert.

USE="X gtk gnome alsa dvdr cdr hal acpi hal -arts -kde -qt -qt3 -qt4"
INPUT_DEVICES="evedv keyboard mouse"
VIDEO_CARDS="vesa"
LINGUAS="en_GB"

 

Gnome und X

Auf meinem ThinkPad läuft Gnome. Dabei gab es nichts besonders zu beachten während der Installation.
Wenn man die USE Variablen aus der make.conf beachtet dann sollte alles so funktionieren wie man es will und sogar die cdr und dvdr Funktionalität ist gegeben.

Für die Installation und Konfiguration von Xorg muss man nur die INPUT_DEVICES, VIDEO_CARDS ariable in der make.conf setzten.

INPUT_DEVICES="evedv keyboard mouse"
VIDEO_CARDS="vesa"

 

Nur noch die XSESSION Variable in der /etc/rc.conf anpassen.

XSESSION="Gnome"

 

Die /etc/X11/xorg.conf musste ich nicht anpassen. Die Auflösung wurde automatisch beim start von X erkannt. Nur das Tastaturlayout musste ich manuell über Gnome System -> Preferences -> Keyboard einstellen. Somit habe ich auch unter X eine deutsche Tastatur.

Wobei das Ergebnis von X -configure als root auch eine brauchbare Konfiguration ergeben hat. Ich musste nur noch das Tastaturlayout einstellen und schon hatte ich eine funktionale xorg.conf.

 

Intel Grafik und X(org)

Die Unterstützung der Intel Graphikkarte funktioniert wie folgt.

Kernel anpassen

Device Drivers  --->
Character devices --->
<*> /dev/agpgart (AGP Support)
<*> Intel 440LX/BX/GX, I8xx and E7x05 chipset support
<*> Direct Rendering Manager (XFree86 4.1.0 and higher DRI support)
<M> Intel 830M, 845G, 852GM, 855GM, 865G (i915 driver) --->
(M) i915 driver

Nach dem kompilieren des Kernels und einem Neustart bearbeiten wir die /etc/X11/xorg.cfg

Sectiion "Module"
Load "dri"
EndSection
 
Section "Device"
Driver "intel"
EndSection

 

Nach einem erfolgreichen Neustart von X sollte nun die Grafikkarte unterstützt werden.

 

CPU Frequenzy Scaling und Power Save

Um die Funktionalität des Intel Centrino voll auszunutzen und während des Akkubetriebes Energie zu sparen folge man einfach dieser Anleitung.

Darin ist alles nötige beschrieben. Von ACPI über CPU und die Festplatte. Weiter Hinweise zu ACPI und Funktionstasten siehe nächster Abschnitt.

 

Funktionstasten und ACPI

Ich habe oft von ibm_acpi oder IBM Laptop extras gelesen, diese aber nie im Kernel gefunden.

Das liegt einfach daran, dass die in einem Kernel ab 2.6.22 anderst benannt sind.

Die Einstellungen für ACPI und Sondertasten sind nun wie folgt zu finden:

Device Drivers ---> Misc Devices ---> ThinkPad ACPI Laptop Extras

 

Suspend to RAM (S3)

Für diese Funktionalität sind folgende Einstellungen für den Kernel zu setzten:

Die Unterstützung von Suspend to RAM funktioniert nach folgender Anleitung ohne Probleme: Suspend to Ram (S3)

Dabei ist zu beachten das sich die Einstellung für IbmAcpi yes in der /etc/hibernate/common.conf befindet !

Suspend to Disk (S4)

Für diese Funktinoalität sind folgende Einstellungen für den Kernel zu setzten:

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Power management options (ACPI, APM)  --->
[*] Power Management support
[*] Hibernation (aka 'suspend to disk')
(/dev/sdxy) Default resume partition

Die Einstellung für Default resume partition muss an die eigene SWAP Partition angepasst werden. Dahin wird dann das Boot Image geschrieben.

Die weitern Einstellungen dazu findet hier hier: Suspend To Disk (S4)

 

Wireless

Für die eingebaute Wireless Karte

03:00.0 Network controller: Intel Corporation PRO/Wireless 3945ABG Network Connection (rev 02)

 

einfach das folgende Tutorial auf gentoo-wiki befolgen.

Die Wireless Karte sollte schon beim booten aktiviert sein. Denn wenn nicht wird der ipw3945 Dienst nicht richtig gestartet und mann muss alles manuell deaktivieren und wieder neu laden.
Hier sind die Schritte mit denen man den ipw3945 Dienst wieder richtig zum laufen bekommt.

/etc/init.d/ipw3945d stop
/etc/init.d/net.eth1 stop (dies nur wenn es nicht schon passiert ist)
modprobe -r ipw3945
modprobe ipw3945

 

Wenn das Modul geladen wird, sollte sich der Dienst automatisch starten. Wenn nicht einfach noch ein /etc/init.d/ipw3945 start ausführen.
Diese Methode hilft auch wenn irgendwelche Fehler über Resource temporarily unavailable kommen.

Dazu kommt noch eine Problematik die anscheinend sehr viele Karten mit diesem Treiber betrifft.
Es kann nicht an einen Accesspoint/Router/Switch etc. verbunden werden, wenn dieser den Broadcast der ESSID unterbunden hat.

Da es sehr einfach möglich ist das WLAN auch ohne ESSID zu empfangen ist es eh egal ob diese übertragen wird oder nicht.

 

Quellen